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Magic Karten verkaufen | Card-Jungle

Cardmarket, eBay oder Ankauf: Wo verkaufst du deine Magic-Karten am besten?

Vergleich der Verkaufswege für Magic-Karten: Cardmarket, eBay und Händler-Ankauf

Du willst deine Magic-Karten oder deine ganze Sammlung verkaufen und fragst dich, welcher Weg sich am meisten lohnt? Grundsätzlich stehen dir vier Wege offen: der Einzelverkauf über einen Marktplatz wie Cardmarket oder eBay, eine Kleinanzeige oder der direkte Verkauf an einen Ankäufer. Welcher Weg für dich der beste ist, hängt vor allem von drei Dingen ab: dem Umfang deiner Sammlung, deiner verfügbaren Zeit und deiner Risikobereitschaft.

Dieser Artikel zeigt dir die Unterschiede im Detail, ehrlich, inklusive der Fälle, in denen sich der Verkauf an einen Ankäufer wie Card-Jungle gerade nicht lohnt.

Schnellübersicht: Die Wege im Vergleich

KriteriumCardmarketeBayAnkauf (Händler)
Erlös vom Marktpreisbis zu 100 % (abzgl. Gebühren)schwankend, auktionsabhängigbis zu 75 %, je nach Karte
Gebührenca. 5 % VerkaufsgebührVerkaufs- und Zahlungsgebührenkeine
Zeitaufwandhoch (Einzel-Listing und -Versand)hochsehr gering
Risikomittel (Preispflege, Reklamationen)mittel bis hoch (Käuferschutz, Betrug bei teuren Karten)gering (klarer Prozess, ggf. Vorab-Auszahlung)
Auszahlungnach Verkauf jeder Kartenach Verkauf, abzgl. GebührenGesamtsumme, Vorab-Auszahlung möglich
Am besten füreinzelne wertvolle, gegradete Karten mit Zeitsehr gefragte Einzelstücke, Auktionsliebhabergrößere und gemischte Sammlungen

Kleinanzeigen sind eine weitere Option, dazu mehr im Abschnitt Was lohnt sich für wen?

Cardmarket im Detail

Cardmarket ist die größte europäische Handelsplattform für Magic-Karten und bietet dir die volle Preiskontrolle: Du bestimmst selbst, zu welchem Preis jede einzelne Karte angeboten wird, und erzielst im besten Fall nahezu den vollen Marktpreis abzüglich der Verkaufsgebühr von ca. 5 %.

Der Haken liegt im Aufwand: Jede Karte muss einzeln fotografiert, eingestellt, bei Preisschwankungen nachjustiert und einzeln versendet werden. Ohne ständige Preispflege verkaufen sich Karten entweder gar nicht mehr, weil günstigere Angebote vorbeiziehen, oder nur noch deutlich unter dem ursprünglich möglichen Preis. Wie stark sich das auswirken kann, zeigt ein durchgerechnetes Beispiel in unserem Wert-Guide. Bei größeren Sammlungen kommt zusätzlich ein erheblicher Zeitaufwand hinzu, häufig 20 bis 30 Stunden pro 1.000 Karten, inklusive Listing, Kommunikation und Versand. Gerade sogenannte Bulk-Karten, also Karten mit sehr geringem Einzelwert, bleiben dabei oft liegen, weil sich der Aufwand für den einzelnen Verkauf kaum noch lohnt.

Zudem solltest du bedenken, dass du gegen professionelle Händler mit herausragender Reputation und einem riesigen Sortiment konkurrierst. Realistischerweise wird sich dein Erlös also nicht am Durchschnittspreis, sondern eher an den günstigsten Vergleichsangeboten orientieren, wovon dann nochmal 5 % abgehen.

Akkurates Grading, also die Bewertung des Zustands der Karten, ist essenziell, da Kunden sonst mit Reklamationen und Beschwerden reagieren, auf die du dann mit Preisnachlässen reagieren musst.

Cardmarket lohnt sich, wenn: du eine überschaubare Anzahl an wertvollen Karten besitzt, erfahren und sicher im Grading bist und gerne viel Freizeit in den Verkauf deiner Karten investierst, um die letzten Euros herauszuholen.

Magic-Einzelkarten werden für den Verkauf auf Cardmarket sortiert und fotografiert

eBay im Detail

eBay erreicht ein deutlich breiteres Publikum, besonders die internationale Ausrichtung über Europa hinaus ist hier erwähnenswert.

Dem stehen Verkaufs- und Zahlungsgebühren gegenüber sowie ein reales Käuferschutz-Risiko: Bei teuren Karten kommt es vor, dass Käufer Reklamationen einreichen („nicht wie beschrieben“, „nicht angekommen“), und eBay entscheidet im Zweifel tendenziell zugunsten der Käuferseite.

Für den Verkauf einzelner, spezieller Raritäten, zum Beispiel Rares aus den ersten Magic-Sets Alpha und Beta oder Seltenheiten wie Summer Magic, kann sich der Aufwand lohnen, um vielleicht einen speziellen Sammler in den USA zu finden. Für eine ganze Sammlung ist eBay selten der effizienteste Weg.

Zudem bringt der Vorteil der Internationalität Anforderungen an Zoll-Vorschriften mit sich, wenn du dein Beta Dual Land tatsächlich in die USA verkaufen möchtest.

eBay lohnt sich, wenn: du einzelne Raritäten verkaufen willst und mit dem Käuferschutz-Risiko sowie den Zoll-Vorschriften beim Verkauf außerhalb Europas umgehen kannst.

Ankauf über einen Händler

Beim Verkauf an einen Händler verkaufst du deine gesamte Sammlung in einer einzigen Transaktion, ohne Einzel-Listings, ohne eigenen Versand pro Karte und ohne Reklamationen von Einzelkäufern.

Ein seriöser Ankäufer prüft deine Sammlung, macht dir ein konkretes, verbindliches Angebot und zahlt in vielen Fällen bereits vor dem Versand aus.

Der Ankaufspreis liegt, je nach Kartenwert und Verkäuflichkeit, bei bis zu 75 % des aktuellen Vergleichspreises bei Cardmarket, wobei die Zusammensetzung der Sammlung für die genaue Ermittlung des Ankaufswertes entscheidend ist. Dafür entfällt der gesamte Aufwand für Fotografieren, Listing, Kommunikation und Reklamationsmanagement.

Ehrlich gesagt: Der Ankauf ist nicht für jede Karte der beste Weg. Bei einzelnen, sehr wertvollen und professionell gegradeten Karten (PSA/BGS) erzielst du im Einzelverkauf über Cardmarket oder eine Auktion oft einen höheren Preis, weil du dort den vollen Marktpreis statt einer Ankaufsquote bekommst. Der Ankauf spielt seine Stärke vor allem bei umfangreichen und werthaltigen Sammlungen aus, nicht bei der einen besonders begehrten Einzelkarte. Auch reine Bulk-Sammlungen, also Sammlungen, aus denen vorab alle wertvollen Karten entnommen wurden, bringen bei einem Ankäufer oft weniger als zum Beispiel bei eBay, wo teils Anfänger mitbieten, einfach um mit den Karten zu spielen, unabhängig vom Sammlerwert.

Der Ankauf lohnt sich, wenn: du eine größere oder gemischte Sammlung schnell, sicher und ohne eigenen Aufwand verkaufen willst und dir ein fairer Gesamtpreis wichtiger ist als der letzte Euro im Einzelverkauf aller Karten.

Für originalverpackte Displays und Sealed-Produkte gelten beim Ankauf eigene Regeln, dazu haben wir einen eigenen Artikel: Magic Displays und OVP-Produkte verkaufen.

Komplette Magic-Sammlung wird für den Händler-Ankauf bewertet

Rechenbeispiel: Was bleibt am Ende wirklich übrig?

Nehmen wir eine typische, gemischte Sammlung mit 1.000 Karten: ein paar Highlights, eine Handvoll gut verkäuflicher Karten, viele Karten im niedrigen Preissegment und ein großer Bulk-Anteil.

  • Cardmarket (Einzelverkauf): Theoretisch erzielst du nahezu den vollen Marktpreis abzüglich 5 % Gebühr. In der Praxis bleiben ohne konsequente Preispflege viele Karten, vor allem Bulk, unverkauft liegen, und der Zeitaufwand liegt selbst bei einer mittelgroßen Sammlung realistisch bei sehr vielen Feierabenden. Rechnest du dann noch ein, dass du eher den Low-Preis als den Durchschnittspreis erzielst, dir einige Karten liegen bleiben und die Gebühr abgeht, schmilzt der realistisch erzielbare Wert im Einzelverkauf schnell zusammen.
  • Ankauf: Die wertvolleren Karten erzielen einen hohen Anteil des Marktpreises, Karten im niedrigen Preissegment und insbesondere Bulk deutlich weniger. Über die gesamte, gemischte Sammlung gerechnet ergibt das üblicherweise einen niedrigeren Gesamtbetrag als die Summe aller Cardmarket-Werte, oft aber kaum weniger, als du realistisch im Einzelverkauf herausbekommst, und das bei sehr viel gewonnener Zeit.

Die entscheidende Frage ist also nicht „wo bekomme ich mehr Geld“, sondern „was ist mir meine Zeit wert“. Selbst wenn du es schaffst, für eine mittelgroße Sammlung im Einzelverkauf beispielsweise 2.300 statt 2.000 Euro im Sammlungs-Ankauf herauszubekommen, solltest du dir nach hunderten verschickten Karten gut überlegen, ob dir das deine Lebenszeit wert ist.

Insider-Tipp

Entnimm vor einer Ankauf-Anfrage nicht alle wertvollen Karten: Reine Bulk-Sammlungen bringen beim Ankäufer deutlich weniger, eine komplette, gemischte Sammlung erzielt in Summe fast immer das bessere Angebot. Nur einzelne, professionell gegradete Top-Karten (PSA/BGS) verkaufst du besser separat über Cardmarket oder eine Auktion.

Was lohnt sich für wen?

  • Große oder gemischte Sammlung, wenig Zeit? Dann ist der Ankauf über einen Händler der schnellste und sicherste Weg.
  • Einzelne, sehr teure und gegradete Karten, dazu Geduld und Erfahrung? Dann holst du über Cardmarket oder eine eBay-Auktion meist den höchsten Preis heraus.
  • Kleine Mengen, die du unkompliziert loswerden willst? Dafür sind auch Kleinanzeigen eine Option: keine Gebühren, dafür handelst du meist mit Fremden. Das bedeutet Verhandeln um jeden Euro, mögliche No-Shows bei Übergabeterminen und, besonders bei wertvolleren Einzelkarten, ein reales Betrugsrisiko ohne jede Absicherung. Für kleinere, überschaubare Mengen und persönliche Übergabe kann das trotzdem der unkomplizierteste Weg sein, Vorsicht ist hier aber angebracht.

Bevor du deine Karten abgibst, lohnt sich ein Blick auf die 9 häufigsten Fehler beim Verkauf von Magic-Karten, damit du keinen Wert verschenkst.

Du willst deine Sammlung unkompliziert verkaufen?

Schick uns einfach eine kurze Beschreibung mit Fotos oder einer Liste. Wir bewerten deine Magic-Sammlung kostenlos und unverbindlich und machen dir ein faires, verbindliches Angebot, in vielen Fällen mit Vorab-Auszahlung. Ein Vorteil bei uns: Der angebotene Preis ist final, es gibt keine Nachverhandlung nach Erhalt.

Häufige Fragen

Das hängt vom Umfang deiner Sammlung ab: Einzelne wertvolle Karten erzielen auf Cardmarket oder eBay meist den höchsten Preis, für größere oder gemischte Sammlungen ist der Verkauf an einen Händler in der Regel der schnellere und risikoärmere Weg.
Cardmarket bietet dir die genauere Preiskontrolle über den europäischen Magic-Markt, eBay eine größere Reichweite auch außerhalb Europas und das Auktionsformat für besonders gefragte Einzelstücke. Für den reinen Einzelkartenverkauf ist Cardmarket meist die effizientere Wahl.
Cardmarket berechnet eine Verkaufsgebühr von ca. 5 % pro verkaufter Karte, hinzu kommen Versandkosten und ggf. Kosten für die Zahlungsabwicklung.
Vor allem bei größeren oder gemischten Sammlungen, wenn dir Zeitersparnis und Verkaufssicherheit wichtiger sind als der letzte Euro pro Einzelkarte, ebenso bei umfangreichen Sammlungen aus der Frühzeit von Magic, die sich einzeln gerade von Privatpersonen ohne Reputation oft deutlich schlechter verkaufen lassen als die gefragten Karten aus neuen Sets.
Der Verkauf an einen seriösen Ankäufer ist der schnellste und bequemste Weg: eine Anfrage mit Fotos oder Liste, ein Angebot und abschließend Versand oder Übergabe, ohne Einzel-Listings und mit maximal einem Gang zur Post.
Wir haben zahlreiche Stammkunden, die uns immer wieder Kartenpakete im Ankaufswert von mehreren hundert Euro verkaufen. So verkaufen sie ihre überschüssigen oder doppelten Karten jedes Mal zu einem fairen Gesamtpreis und finanzieren damit die nächsten Displays und Drafts.

Von Card-Jungle
Lesezeit ca. 7 Min

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